Not

Pflegestelle

Notpflegestelle für Hunde aus dem Tierschutz oder solche, die Tierschutzhunde werden, wenn ihnen nicht geholfen wird.

Pflegestelle für Hunde mit schlechter Prognose, denen es psychisch so schlecht geht, dass eine intensive Betreuung und Verhaltenstherapie nötig ist.

Nothilfe für Hunde, für deren Lebensqualität in ihrem aktuellen Umfeld eine mittel- & langfristig negative Prognose besteht.

Erholung, Pflege, Gesundwerdung

Manche Hunde benötigen sowohl körperlich auch mental die Möglichkeit, in einem sicheren Umfeld gesund zu werden und sich zu erholen, um neue Lernerfahrungen überhaupt verarbeiten zu können.

Verhaltenstherapie

Intensive verhaltenstherapeutische Begleitung des Hundes bei Angst, Trauma, Anpassungsstörungen, massiven Trennungsstress, Aggressivität, Hyperaktivität, Obsessionen u.Ä.

Einschätzung & Vermittlung

Fundierte Einschätzung des Hundes und seine Anforderungen an ein geeignetes Lebensumfeld, sowie Vermittlung in eine geeignete Endstelle oder Rücktransfer an die ursprünglichen HalterInnen.

Für welche Fälle ist die Notpflegestelle gedacht?

Wenn ein Hund in seinem aktuellen Umfeld nicht bleiben kann, weil er oder sein Umfeld stark belastet oder gefährdet sind, ist es fast unmöglich, kurzfristig eine geeignete Alternative zu finden. Viele dieser Hunde benötigen intensive Verhaltenstherapie und Begleitung, die weder von Privatpersonen noch im Tierheimalltag geleistet werden kann. In solchen Fällen greift die Notpflegestelle.

  • Der Hund benötigt intensive Betreuung oder Anleitung, um seinen Zustand zu verbessern oder zu stabilisieren,
  • eine reizintensive Umgebung, wie beispielsweise ein Tierheim wäre zu belastend,
  • das Verhalten des Hundes erfordert Sicherungsmaßnahmen, 
  • das Verhalten des Hundes erfordert intensives,  verhaltenstherapeutisches Arbeiten,
  • der Hund lebt bereits in einer für ihn sehr reizintensiven Umgebung und benötigt ein ruhigeres Umfeld,
  • der Hund leidet unter massiven Trennungsstress,
  • bei Verhaltensstörungen,
  • bei schweren Traumatisierungen,
  • wenn eine Euthanasie im Raum steht.

Für welche Hunde?

  • Hunde aus dem Auslandstierschutz
  • Hunde aus dem deutschen Tierschutzsystem
  • Privathunde

Rasse, Alter und Herkunft sind grundsätzlich unerheblich.

Nicht in allen Fällen ist ein Rücktransfer zur vorherigen Familie sinnvoll oder geplant. Hier kann die Notpflegestelle eine sinnvolle Option sein, um einen Hund psychisch gesunden zu lassen, zu trainieren und ihn auf Basis einer fundierten Einschätzung in eine geeignete Endstelle zu vermitteln.

Art der Unterbringung

Der jeweilige Hund kann räumlich getrennt werden, soll aber grundsätzlich, insofern möglich, sowohl Artgenossenkontakt als auch Familienanschluss erfahren und lebt immer mit uns im Haus.

Keine Zwingerhaltung, keine Außenanlage, keine Isolation.

Die Umgebung erlaubt ein ruhiges, naturnahes Erholen und einen ebenerdigen Zugang nach draußen. Aufgrund der Lage ist das schrittweise Heranführen an Umweltreize und an die Anforderungen eines normalen Alltags möglich.

Kosten & Platzanzahl

Es ist jeweils nur ein Platz verfügbar.

Die Eingewöhnung und Betreuung dieser Hunde erfordert zu Beginn oftmals 100% Fokus und ist meist eine 24 h Aufgabe.

Tagesabläufe, Routinen und Therapieeinheiten müssen bei stark belasteten Hunden individuell an die aktuelle Situation angepasst werden.

Da in der Regel ein belebtes aber in sich ruhiges und stabiles Umfeld benötigt wird, ist jeweils nur die Aufnahme eines belasteten Hundes möglich. So ist sichergestellt, dass der jeweilige Hund zeitnah von einem sicheren, gesunden und stabilen Umfeld profitieren kann.

Die Kosten für die Notpflegestelle setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:

  • Aufwand der Unterbringung (spezielle Sicherung, räumliche Trennung, spezielle Liegefläche, Versteck, Höhle, Erhöhung, Reinigungsaufwand etc.)
  • Umfang der Eingewöhnung und Vergesellschaftung
  • Umfang der Verhaltenstherapie & benötigte Expertise
  • tiermedizinische Begleitung & Versorgung
  • Pflege
  • Anschaffung benötigter Ausrüstung (Sicherheitsgeschirr, Maulkorb u.A.)
  • Ernährung, Spezialfutter, Medikamentengabe

Häufig gehen wir von einer langfristigen Unterbringung über mehrere Wochen bis Monate aus, weshalb die Kosten meist reduziert werden können, sobald der Hund eingewöhnt ist und erste Routinen entstehen.

Je nach Fall erstelle ich ein individuelles Angebot. Zu Beginn ist mit einer 14-tägigen stationären Stabilisierungs- und Einschätzungsphase zu rechnen. Diese ist ab 2.100 € zuzüglich Tierarzt, Medikamente, Futter und notwendiger Ausrüstung möglich.

Danach wird Folgendes erstellt:

  • eine schriftliche Verlaufsbeurteilung,
  • eine differenzierte Einschätzung zum weiteren Verlauf,
  • eine Kostenprognose für eine Fortsetzung,

Die Kosten für die Notpflegestelle liegen je nach Aufwand, Umfang und Dauer danach meist bei 45 € bis 190 € pro Tag, wobei eine tageweise oder nur kurzfristige Unterbringung ausdrücklich nicht möglich und auch nicht im Sinne einer Verhaltenstherapie ist. Die Planung umfasst immer einen Zeitraum mehrerer Wochen oder Monate.