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Herdenschutzhunde - Immer problematisch?

Kaum ein Hundetyp hat in den letzten Jahren so sehr die Gemüter erregt, wie der Herdenschutzhund. Kein Wunder: Lockdown und die für viele Menschen neue Aussicht auf Home-Office, möglicherweise auch längerfristig, war die Möglichkeit, sich einen Hund anzuschaffen. 

Tierschutzorgas aus dem Bereich des Auslandstierschutzes konnten ihr Glück kaum fassen, dass ihnen die Hunde quasi aus den Händen gerissen wurden. Neue Orgas wurden gegründet und auch die Vermehrung von Hunden boomte.

Nicht, dass das nicht Alles auch "vor Corona" schon problematisch war. Aber die letzten Pandemiejahre waren wahrlich Öl ins Feuer. 

Es sollte ein Hund sein. Ist jetzt auch egal woher. Jetzt ist die Gelegenheit. Irgendwie fühlt es sich ja auch wohlüberlegt an. Schließlich träumt man schon seit Jahren von einem eigenen Hund. 

Dass ein großer Teil der Hundeanschaffungen dann doch nicht ganz so überlegt und aufgeklärt waren, sehen wir jetzt.

Hat mein Telefon vor zwei Jahren noch ständig geklingelt, weil jede:r einen Welpenkurs gesucht hat, klingelt es jetzt, weil -nicht jede:r, aber zu viele- ein oder mehrere Probleme mit ihrem jetzt so langsam erwachsenen Hund haben oder ihn am besten gleich ganz los werden wollen.

Optimal wäre es, wenn das Ganze ohne schlechtes Gewissen und natürlich nur in liebevolle Hände vonstatten gehen würde. Wird es nicht.

Denn: Die Tierheime sind voll und Pflegestellen oder andere verrückte Menschen, die Bock auf versaute Hunde haben, sind voll besetzt oder haben schon vor längerer Zeit das Handtuch geworfen.

 

Was das ganze mit Herdenschutzhunden zu tun hat? Naja...Es werden immer mehr und meist werden sie auch früher oder später problematisch. Seien es nun größenwahnsinnig angeschaffte, reinrassige Owtscharkas oder fehletikettierte Maremannen, die eigentlich ein Goldie werden sollten oder irgendwelche Mischlinge. Hundehalter:innen müssen sich mit dem Thema Herdenschutzhunde beschäftigen. Ob sie wollen oder nicht und besser vor als nach dem Hundekauf.

 

Auch mir ging es nicht anders, als ich vor 15 Jahren als Pflegestelle für diverse Orgas tätig war und der ein oder andere "struppelige Mischling" durch meine Hände ging und sich einfach anders verhielt als die Hunde, die mir hier in Deutschland begegneten. Was damals noch eher Sonderfälle waren, Originale für die sich meist ein Zuhause bei Menschen fand, die mit diesen Hundetypen bereits Erfahrung hatten oder einfach sehr gute Voraussetzungen mitbrachten, gehört heute zum normalen Straßenbild. 

Schaut man sich mit offenen Augen und ein wenig geübtem Blickt um, kann man viel mehr Herdenschutzhund sehen, als man glaubt.

 

Denn diese Hunderassen können sehr unterschiedlich aussehen und deren Mischungen sind ohnehin alle sehr verschieden. Nicht jeder Hund mit Herdenschutzhundanteil wiegt gleich 70 kg und trägt zusätzlich noch 10 kg Fell mit sich herum.

 

Um das zu verstehen, machen wir einen kleinen -wirklich nur sehr oberflächlichen- Ausflug ins Land der Herdenschutzhunde.

Um es mal ganz grob zu umreißen: Herdenschutzhunde sind keine Hütehunde. Diese Verwechslung ist mir in den letzten Monaten häufiger mal begegnet. Deshalb hier nochmal dieser grundlegende Hinweis.

Herdenschutzhunde sollen vor allem eines: Eine Herde schützen. Also beispielsweise Schafe oder Rinder.

Das bedeutet schon mal, dass sie einerseits keine Angst vor großen Tieren haben dürfen, sie nicht unnötig aufscheuchen sollen, Gefahr frühzeitig erkennen und abwenden sollen.

Außerdem ist es erforderlich, dass solche Hunde sehr robust sein müssen. Schaut man sich an, wo Herdenschutzhunde für gewöhnlich eingesetzt werden, dann sind das meist bergige, eher karge Landschaften. Zwischen Tag und Nacht sind also extreme Temperaturunterschiede auszuhalten und zu Fressen gibt's da auch kein Rinti aus der Dose und schon garnicht viel Fleisch.

Da solche Hunde es mit Menschen, Wölfen und manchmal sogar Bären aufnehmen können müssen, wurde auch wert auf eine entsprechende Größe gelegt. Alleine schon, weil so eine imposante Erscheinung einen Kampf frühzeitig im Keim ersticken kann und es so zu weniger Verletzungen kommt. Das ist auch einer der Gründe, weshalb Herdenschutzhunde häufig "viel Speck" um den Hals haben. Das schützt extra gut und macht diese Hunde unempfindlicher gegen Bissverletzungen.

Zusammengefasst haben wir es also mit Hunden zu tun, die meist groß, allesamt robust, genügsam, stark, ruhig aber sehr reaktionsschnell und mutig agieren. Man sollte die Körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer dieser Hundetypen nicht unterschätzen. Herdenschutzhunde haben kein Problem mit Tagesmärschen, verballern ihre Energie aber eben nicht sinnlos durch tüddeliges Hin- und Hergerenne. Dafür suchen sie sich lieber einen strategisch guten Aussichtspunkt und scannen die Umgebung nach möglichen Gefahren oder Angreifern.

Da so ein Schäfer nicht 24/7 den vollen Überblick über seine Herde hat oder diese manchmal sogar ganz alleine lässt, ist er auf Hunde angewiesen, die besonders nachts auch alleine ihren Job machen und keinen Menschen brauchen, der ihnen sagt, wann sie aktiv werden sollen. Daher kommt auch das viel besprochene "alleine Entscheiden". Was wir unseren Hunden mühsam abtrainieren wollen, war bei diesen Hundetypen jahrhundertelang gefragt und wurde gezielt reingezüchtet. Wenn überhaupt mit jemandem Rücksprache gehalten wurde, dann mit dem Schäfer, also einem sehr ausgewählten Personenkreis und dabei stand vor allem das interne Verhalten zur Diskussion (zum Beispiel nicht die eigenen Schafe verletzen) und weniger das externe.

Drehen wir das Ganze mal um: Wenn du die Verantwortung für 300 Schafe hättest und regelmäßig durch Wolfsgebiet tingelst, dabei tagelang eher im Gebirge unterwegs bist und die Hütis die Schafe zwar zusammenhalten, aber nicht besonders effektiv verteidigen und ja auch irgendwann mal dösen oder spielen und Quatsch machen. Was würdest du besonders fürchten?

Richtig: Da bewegt sich deine Herde in aller Seelenruhe über die endlosen Weiten der Natur, die Hütehunde haben gerade nix zu tun, weil alle friedlich grasen und viel zu spät bemerkst du, dass sich eine Wolfsgruppe angeschlichen hat. Bevor du eingreifen kannst, sind zwei Lämmer weg und du kannst sicher sein, dass es nicht die letzten sein werden.

Also ich fände so drei bis fünf sehr große, sehr anspruchslose Riesenhunde spitze, deren größtes Hobby es ist, auch auf hunderte Meter Entfernung kleinste Veränderungen und Bedrohungen wahrzunehmen und ohne viel Aufhebens zu eliminieren. Die dann ohne viel Tamtam, schließlich sollen die Schafe schön ruhig in der Herde zusammenbleiben, dafür sorgen, dass jede eventuelle Gefahr von meiner Herde abgewendet wird. Früher gab es weder Wandertouristen noch freilaufende Hobbyhunde, geschweige denn lustig bunte Mountainbiker. Alles, was sich der Herde genähert hat, war tendenziell doof und durfte dementsprechend gerne beeindruckt, gestoppt oder niedergemacht werden. Klingt fies, war und ist aber praktisch. Im Kaukasus. Oder in den Pyrenäen. Jedenfalls...früher.

In Frankfurt Stadt ist das Alles überhaupt garnicht praktisch und schon garnicht überlebenswichtig sondern eher lebensgefährlich. Und deshalb sind Herdenschutzhunde und deren Mischungen so oft ein Problem. Oder eben einfach sehr arme, verkannte Kreaturen.

Natürlich gibt es auch innerhalb des Typus Herdenschutzhund Unterschiede und es wird immer den einen Hund von XY geben, der ein riiiiiiiesiger Kangal-Molosser-Kuvasz-Mix war und zu jedem freundlich und immer ganz friedlich am Weinfest dabei war. Oder den einen Mix aus dem Tierheim in Rumänien, der zwar aussieht wie ein Mörder, sich aber benimmt wie der netteste Labbi ever.

Wenn du jedoch darüber nachdenkst, einen Hund zu kaufen und es besteht nur der leiseste Verdacht, dass du mit dem Thema Herdenschutzhund konfrontiert wirst, solltest du dich realistisch mit deinem Alltag mit Hund auseinandersetzen.

 

Dabei möchte ich zwei Punkte besonders hervorheben:

  1. Die Hunde sind nicht das Problem. Unser Leben und unsere Anforderungen sind einfach so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was diese Hunde genetisch bedingt leisten können und wollen. Das ist in etwa so, wie wenn du mit einem Surfbrett die Alpen überqueren willst. Kann eine witzige Story werden und du fällst sicher auf. Aber so richtig cool isses dann halt irgendwie doch nicht.
  2. Es gibt nicht "den" Herdenschutzhund. Bedenke, dass Mixe durchaus auf nur knapp 20 kg, kurzes Fell und eine eher schlanke Statur kommen können. Meine Hündin ist beispielsweise so eine Kandidatin.

Warum meckern also alle über "die Auslandshunde", "die Herdenschutzhunde", "die Problemhunde"? Schließlich sind Herdenschutzhunde großartige Tiere. Sie sind extrem loyal, sehr sensibel und fein in der Kommunikation und dem Aufnehmen (und Verbreiten) von Stimmung und dazu robust.

Zwischen den Zeilen steht aber eben auch:

  1. Gar kein Bock auf Fremde. Fremde sind alle Lebewesen, die nicht mit uns wohnen. 
  2. Sie hassen Unhöflichkeit. Unhöflich ist, wer sich uneingeladen nähert. Nähern = Alles unter 10 m. dass sich jemand nähert bemerken diese Hunde meist schon auf mehrere hundert meter.
  3. Gefährdendes Verhalten wird unterbunden. Das ist: Rennen, Hopsen, Quitschen, Schreien, seltsame, hektische Bewegungen und Alles, was signalisiert: Achtung, Achtung, hier dreht jemand hohl, der gleich die ganze Herde aufmischen wird. 
  4. Hört das Gras wachsen. Wer schon auf hunderte meter einen Wolf wahrnehmen und im Zweifel sogar alleine durch Präsenz davon abhalten kann, ein Lämmchen zu klauen, vereint zwei richtig krasse Talente.
  5. Sind Persönlichkeits-Scanner: Kaum ein Hundetyp differenziert so stark, wer vertrauenswürdig ist und als Gesprächspartner überhaupt in Frage kommt und wer nicht. Hat man einmal verkackt, weil man zu schnell die Fassung verliert, unzuverlässig ist oder sonstwie "nicht würdig" und landet auf der "Mehr Schaf als Chef"-Liste, lässt sich das meist auch nur noch schwer ändern. Meist wird man dann zwar immer noch nett behandelt, aber halt nicht mehr ernst genommen. 

Das ist es wohl auch, was für Diejenigen, die sich wirklich ganz bewusst für diesen Hundetyp entscheiden, den Reiz ausmacht. Es fühlt sich mehr nach Hund an, ursprünglicher.

Erfolgt die Anschaffung unüberlegt oder überlegt aber in ein ungeeignetes Umfeld, wird es leider oft schwierig für Alle. 

 

Es gibt sie, die Herdenschützer und Mixe, die super gut mitlaufen, nett und gelassen sind, freundlich und zugwandt, kaum gestresst und gesund. Bei der Anschaffung sollte man sich darauf aber nicht verlassen, nur weil man ein oder zwei Beispiele aus dem erweiterten Bekanntenkreis kennt oder schon mal irgendwo gesehen hat.

Dabei sollte auch erwähnt werden, dass nur, weil du diesen einen, tollen Hund immer im Wald so lieb mit seinem Besitzer siehst, das nicht bedeutet, dass der gesamte Alltag so gechillt läuft. Du siehst bei anderen immer nur eine Momentaufnahme und meist sieht man generell vor allem die Hunde, die sich als sehr gesellschaftsfähig zeigen und nicht die Exemplare, die damit nicht so gut zurecht kommen. Die werden nämlich meist nachts oder sehr früh morgens oder garnicht ausgeführt.

Man sollte auch nicht darauf hoffen, dass das schon irgendwie "nicht so krass" werden wird und sich einreden, dass die ganzen Hundetrainer:innen und Tierheimmitarbeiter:innen da bestimmt übertreiben. Jedenfalls dann nicht, wenn man nicht bereit ist, auch damit zu leben, dass es eben doch "krass" wird.

Was meine ich denn eigentlich genau mit "krass"?

Vorweg: Was für den Einen hochgradig belastend und untragbar ist, kann für jemand anderen vollkommen unproblematisch und easy going sein. Das hängt von den persönlichen Vorlieben, den Lebensumständen und Erwartungen an das Leben mit einem Hund ab. Deshalb wehre ich mich auch so sehr dagegen, diesen Hundetyp als grundsätzlich schwierig oder problematisch oder sogar gefährlich zu etikettieren. 

In den falschen Händen, in einer unpassenden Lebenssituation, bei Menschen, die sich das Leben mit Hund aber eben anders oder garnicht so genau vorgestellt haben, kann grundsätzlich auch jeder Hund problematisches Verhalten entwickeln, gefährlich werden oder vor sich hin leiden.

Aus diesem Grund solltest du dir unbedingt vorher ganz genau und sehr ehrlich überlegen, was du vom Leben mit Hund erwartest und was dir wichtig ist.

Idealerweise entscheidest du dich dann für einen Hundetyp, bei dem die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass er eine realistische Chance hat, deine Erwartungen zu erfüllen und du nicht nur auf ein "wird schon gutgehen" baust oder darauf, dass irgendwo Herdenschützer draufsteht und Labbi drin ist.

Was sind typische Probleme mit Herdenschutzhunden?

Ich kann hier natürlich nur von meiner Erfahrung als Hundetrainer:in und meinen Beobachtungen und den Gesprächen mit Kolleg:innen berichten. Ich denke aber, dass sich die Themen in unseren Breitengraden ähneln und sicher spitzen sich Probleme in städtischen Gebieten nochmal schneller und extremer zu.

Die häufigsten Themen, mit denen Hundehalter:innen von Herdenschutzhunden und deren Mischungen zu mir kommen sind

  • Aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen
  • Aggressives Verhalten gegenüber Menschen

Meist und leider oft erst in der Rückblende entstehen die Probleme nicht von heute auf morgen oder ganz plötzlich aus der Situation heraus, sondern haben sich sehr, sehr lange aufgebaut.

Denn man kann diesem Hundetyp nun wirklich nicht vorwerfen, dass er sich nicht die Zeit nehmen würde zu warnen, wenn ihn etwas stört oder bedrohlich erscheint. Das Gegenüber bekommt in aller Regel durchaus die Möglichkeit, sich zu entfernen und einem ernsthaften Konflikt aus dem Weg zu gehen. Eigentlich sind Herdenschutzhunde sehr geduldig und äußerst tolerant. Ist halt nur blöd, wenn man die deutlichen Warnungen übersieht oder ignoriert. Und das passiert leider sehr oft. Sei es nun absichtlich (Das muss der lernen) oder unabsichtlich (Ich hab mich schon gemerkt, dass der komisch guckt). Meist kommt es dann spätestens mit dem sozialen Erwachsenwerden zu Zwischenfällen, bei denen dann auch dem letzten Träumer klar wird, dass er oder sie ein Problem haben.

 

Konnte man mit 5 Monaten noch darauf hoffen, dass das Ausweichen und Meiden eine temporäre Unsicherheitsphase ist und das Anknurren von Besuchern mit 9 Monaten halt die Pubertät, ist das Ausbremsen von rennenden Kindern oder das Angreifen von distanzlosen, überfreundlichen Artgenossen dann meistens das Ende der Fahnenstange oder der Beginn eines sehr, sehr langen Leidensweges.

 

Und leider steht am Ende von dreihundert Einzelstunden auch kein netter Kuschelbär, der jetzt endlich begriffen hat, dass Menschen toll sind und Hunde noch toller. Sondern meistens, im besten (?) Fall ein:e Hundehalter:in, für die Begriffe wie Management, Raumkontrolle und Akzeptanz Alltagsrealität sind. Manchmal, immer häufiger, kommt irgendwo dazwischen auch einfach die Abgabe. Vorausgesetzt, man findet überhaupt jemanden oder ein Tierheim, das noch Plätze frei hat und bei dem man sich einreden kann, dass es bestimmt ganz bald das perfekte Zuhause findet. Nicht.

 

Wenn man das so liest, könnte man meinen, dass man ja dann einfach nur sehr gut die Hundesprache können muss, damit es erst garnicht so weit kommt. Wenn man dann noch von Anfang in die Hundeschule geht und sich professionell beraten lässt, muss das doch machbar sein, oder?

Ja, vielleicht. 

Auf dem Weg zum perfekten Endergebnis kommt aber halt leider oft der Alltag, die Zeitnot und das Leben dazwischen. Vor allem das Leben und "die Anderen" durchkreuzen dann schnell mal die schöne Rechnung.

Denn es nützt dir leider garnichts, wenn du durchaus erkennst, dass sich dein Hund unwohl fühlt, du die Situation aber dennoch nicht ändern kannst.

  • Was willst du machen, wenn du erkennst, dass dein Hund es zunehmend weniger mag, wenn Passanten auf dem Bürgersteig an euch vorbeigehen? 
  • Wie willst du verhindern, dass dein höflich distanzierter Hund von den vielen verschiedenen, häufig distanzloseren und sozial offeneren Hunden belagert, überrannt oder einfach begrüßt wird, obwohl er das nicht braucht und es ihn augenscheinlich nervt?
  • Warum sollen deine Kinder zu Hause nicht mehr toben dürfen, nur weil dein Hund davon gestresst ist?
  • Wieso nochmal soll es falsch sein, ab und zu Besuch zu empfangen und sich zu wünschen, dass der eigene Hund sich neutral oder freundlich verhält, wenn sich für ihn Fremde arglos durch's Haus bewegen?
  • Kann man nicht erwarten, dass der Hund endlich begreift, dass es immer der gleiche Nachbar ist, der abends an eurer Tür vorbeigeht und dass es komplett bescheuert ist, jedes mal auszurasten?
  • Wo soll man denn da anfangen zu trainieren, wenn man doch eh schon immer raus ins Feld fährt und dann ein harmloser Spaziergänger schon auf 300 meter verbellt wird?

Müsste man all das dann nicht intensiv trainieren und üben? Das muss doch gehen?

Manchmal ja. Manchmal aber nicht. Dann stoßen Training und Engagement einfach an genetische Grenzen und individuelle Abneigungen. 

Vielleicht ist es möglich, mit dem Hund daran zu arbeiten, dass er viele Situationen, die er nicht mag, denen er aber regelmäßig ausgesetzt wird, gut mitmacht. Ganz ganz oft steht dabei aber trotzdem die Erkenntnis, dass er "es jetzt zwar aushält und mitmacht, aber halt einfach nicht mag".

Dass man nicht darauf hinarbeitet, dass der Hund irgendwann selbständig Entscheidungen trifft (das kann er ja), die in unser Weltbild und unsere Moralvorstellungen passen, sondern dass man ihn immer und zeitlebens im Auge behalten muss. Jederzeit bereit, eigenständige Entscheidungen zu unterbinden, abzuwenden, umzulenken, anzuleiten. Einfach, weil Sozialisierung, Training und Erziehung, selbst wenn sie noch so gut gemacht sind, zwar extrem viel bewirken können, die genetische Veranlagung, die natürlich unterschiedlich ausgeprägt sein kann, jedoch nicht verändert. Und dann steht man eben wieder am Anfang, bis man akzeptiert hat, dass "er das halt einfach nicht mag" und zieht entsprechende Konsequenzen.

 

Viele Herdenschutzhunde, insbesondere diejenigen, die über Tierschutzorganisationen, mit ungewisser oder suboptimaler Vorgeschichte in unsere Stadtwohnungen importiert werden, haben zeitlebens Anpassungsprobleme. 

Wenn viele Situationen, die wir in unserem Alltag als selbstverständlich hinnehmen, für diese Hunde aber jedes mal ein persönlicher Affront sind, ist es nicht verwunderlich, dass dies irgendwann in Abwehrverhalten und Aggression mündet.

Herdenschutzhunde und deren Mischungen

In den seltensten Fällen rutscht mal ein reinrassiger Herdenschutzhund unerkannt durch's Netz. Aber auch das passiert und ich hatte in den letzten Jahren einige Fälle von Welpenkäufen über's Internet (Ja, auch bei ganz "seriös wirkenden" Hobbyzüchtern. Auch die Welpenmafia lernt dazu), wo die Halter:innen dann spätestens ab der 14. Woche auch erkennen mussten, dass es sich bei ihrem Hundebaby nicht um einen seltenen, weißen Australian Shepherd oder sehr flauschigen altdeutschen Schäferhund handelt.

Das Gros der "versehentlichen" oder naiven Anschaffungen passiert meistens sehenden Auges. Irgendwie hat man schon noch im Ohr, dass jemand mal gesagt hat, dass da vielleicht auch HSH drin sein könnte. Aber irgendwie war man anfangs so begeistert von dem neuen Hund, dass man da garnicht so richtig hin gehört hat, man dachte, dass das doch zweitrangig sei, welche Rasse das nun vielleicht sei oder es wurde einfach von allen Beteiligten überhört und ignoriert. Jetzt ist er ja erstmal da. Nä?

 

Zugegeben, wirklich Klarheit bringt in aller Regel nur ein Gentest. Auch wenn nicht jedes Ergebnis immer alles an Geninformationen ausspuckt, habe ich bisher noch keinen einzigen Fall erlebt, bei dem sich der Verdacht nicht auch bestätigt hatte. Das brachte vor allem den Hundehalter:innen Klarheit und einen konkreten Ansatzpunkt, sich mit diesem Typ Hund intensiv und fundiert auseinanderzusetzen. Das "Ach wer weiß" fällt dann einfach raus. Genauso wie Spekulationen, dass der eigene Hund möglicherweise 

  • nur blöde Erfahrungen gemacht hat,
  • bestimmt gestört ist oder
  • von einem selbst versaut wurde.

Trifft zwar auch oft in Teilen zu, aber eben nicht nur. Und manchmal hilft es eben, die Eigenschaften des Hundes und auch besondere Anforderungen zu akzeptieren und planvoller an einer Verbesserung zu arbeiten, wenn man sich einmal schwarz auf weiß klar gemacht hat, womit man es zu tun hat.

 

Denn bei Mischlingen können wir ja auf die Mischung bauen. Was manchmal ein Vorteil sein kann, ist leider häufig ein Dilemma. Einen jagdfreudigen Herdenschutzhund-Mix im Stadtwald kann nun wirklich gar niemand gebrauchen. Auch keinen Kangal-Terrier-Mix. 

Und dann sind wir eben wieder am Anfang und am Ende: Ein Hund ist ein Hund und auch wieder nicht. Von individuellen Eigenschaften, Vorlieben, Fähigkeiten, Prägungen und Abneigungen abgesehen, spielen Faktoren wie Herkunft, Abstammung und Genetik eine nicht zu verachtende Rolle.

Das ist weder gut noch schlecht. Es ist einfach so und darüber sollte man sich beim Hundekauf im Klaren sein.

 

Das eigentliche Problem sind weder die Herdenschutzhunde und ihre Mischungen, noch sind es die Menschen, die an ihnen verzweifeln (Ok, manchmal schon). Das Problem ist das gesamte Setting:

Es sind Hunde, die Eigenschaften mitbringen, die im krassen Gegensatz zu dem stehen, was sich viele Menschen unter einem Leben mit Hund vorstellen. Perverserweise üben leider genau diese Hundetypen auf genau diese garnicht passenden Menschen scheinbar eine unglaubliche Anziehungskraft aus.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass man sich das dann nochmal extra schöner vorstellt, wie das wäre, mit diesem krassen großen Hund, der ja eigentlich in den Bergen Schafe vor Wölfen beschützt und der jetzt, ja, echt, mit einem mittwochsnachmittags ganz cool über den Wochenmarkt schlendert. Alles links liegen lässt, aber auf Wunsch suuuuuperlieb ist, saugut hört und klar, natürlich immer noch der Beschützer ist, aber eben nur auf Knopfdruck und auf keinen Fall, wenn man das heiße Date nachts mit nach Hause nehmen will oder Annika und Fridolin die Kindergartenfreunde zum Spielen besuchen. Je größer der augenscheinliche Kontrast zur Lebenswirklichkeit, umso verführerischer scheint es zu sein, das Besondere zu schaffen. 

Oft ist es aber auch einfach nur Unwissenheit, Naivität und Ignoranz. Man wollte einfach jetzt einen Hund, die Gelegenheit war günstig und man dachte halt, dass das schon geht. Wenn dann noch die Tante von der Orga sagt, dass man das hinbekommt, ist das dann fast schon gleichwertig zu einer Garantiebescheinigung.

 

Umso tiefer der Fall, wenn aus kleinen Verstimmungen und "Hat er gerade geknurrt?" dann ein Riesenproblem wird und man mit den Nerven am Ende ist. 

Wenn man dann endlich mal wieder Besuch haben will und gefälligst einen Hund, der weder kläfft noch weggesperrt werden muss, sondern zufrieden unter'm Tisch liegt, wenn man auch endlich mit den anderen auf der Hundewiese quatschen will und keine Lust mehr hat, die komische Tante mit dem asozialen Köter zu sein, wenn sich Gassigehen nicht mehr anfühlen soll, wie in einen Kampf zu ziehen, sondern eine Entspannung. Ja, dann wird die viel beschworene Hundeliebe und die eigene Loyalität ganz schön auf die Probe gestellt.

Plötzlich ist es dann, im Jahr 2022,  garnicht mehr sooooo abwegig, den Hund abzugeben, den man angeschafft hat, um einen allerbesten Freund zu haben. Und wenn es noch ein bisschen schlimmer wird, oder die Nerven weniger gut, dann sind auch lebenslange Einzelhaft, irgendeine räudige Pension in Niedersachsen und Hauptsache man wird den Hund endlich los und kann wieder leben eine Option.

 

Das ist eigentlich nicht fair. Die Hunde müssen es ausbaden, weil wir mit dem Kopf durch die Wand wollen und es immer doch besser wissen müssen. Wenn jemand sagt, dass etwas eine blöde Idee ist, glauben wir das nicht und wenn die Person noch so erfahren und alt und weise ist, müssen wir es trotzdem erstmal selber ausprobieren. Erst dann können wir es glauben. Aus Fehlern lernt man. Der Fehler ist leider oft ein Hund, der in eine Lebenssituation gezwungen wird, in der er von Anfang an schlechte Karten hat.

 

Aber ich habe Hoffnung: Manchmal, wenn man nicht nur vom Hund erwartet, dass er sich endlich anpassen soll, sondern auch selbst Anpassungen vornimmt, kann es auch eine sehr bezaubernde Liebesgeschichte werden. Hab ich auch schon erlebt.

Das war dann aber nicht selten sogar mit Umzug und einiger Veränderung verbunden.

Denn, das muss einfach betont werden, besonders bei diesen Hundetypen ist es sehr häufig so, dass sie in der passenden Umgebung absolut unauffällige, gelassene Hunde sind und dann nur sehr wenig Management erforderlich ist, um auch ehemals auffällige Herdenschutzhunde problemlos zu halten. das muss auch nicht immer gleich das andere extrem, der Aussiedlerhof- sein.

Aber die Frankfurter Innenstadt ist (nicht nur, aber besonders) für diese Hunde häufig keine geeignete Umgebung. 

Jemand, der seinen Hund viel mitnehmen mag, gerne unter Menschen ist, den Trubel liebt und von Hundeparks träumt und gerne viel Besuch empfängt und generell eher ein Leben unter Menschen führt, ist nicht die passende Person für die meisten dieser Hunde. Verstehe ich sowieso nicht, warum man sich dann nicht nach explizit sehr geselligen Hundetypen umsieht?

 

Wenn der normale Spaziergang erstmal durch ein Mehrparteienhaus, durch zugeparkte Straßen und an Verkehrsinseln vorbei und den Stadtpark oder Stadtwald führt, ist das für viele Hunde stressig. Für Herdenschutzhundtypen ist es meist unerträglich. Nur eben oftmals nicht "nur" wegen der Reizüberflutung, die die Stadt so mitbringt, sondern vor allem wegen der Dichte an Menschen und Hunden, der hohem Anzahl an Zufallsbegegnungen, den unvermeidbaren Grenzüberschreitungen und Distanzlosigkeiten. Viele Herdenschutzhunde erweisen sich im Straßenverkehr sogar als erstaunlich cool. Es sind eher die einzelnen Konfrontationen, die innerhalb dieser Situation oben drauf kommen und fast unvermeidbar sind. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Na toll. Und jetzt?

Mir ist klar, dass sich das -falls du auf diesen Artikel gestoßen bist, weil du einen solchen Hundetyp besitzt und beschriebene Probleme hast- extrem ernüchternd liest. 

Es fühlt sich garnicht gut an, wenn man als Hundetrainerin gerne Probleme löst und Menschen mit Hunden weiter helfen möchte und dann an Grenzen der Machbarkeit stößt.

Sicher, diese Grenzen kann man ganz ordentlich schieben. Irgendwas geht immer. Hunde sind sehr flexibel und lebenslang lernfähig. Mit Engagement und Fleiß kann viel erreicht werden.

Fraglich ist häufig, inwiefern die Hundehalter:innen da Bock drauf haben. Auch das ist irgendwie nachvollziehbar. Denn auch der geilsten Trainingsmethode, dem ausgeklügelsten Trainingsplan und noch so viel Erfahrung sind irgendwann Grenzen gesetzt. 

Entweder, weil die Grundvoraussetzungen wie Lebensumstände nicht veränderlich sind, weil täglich Hindernisse und unausweichliche Begegnungen zu bewältigen sind, die Hund und Mensch immer wieder zurückwerfen oder, weil Zeit und Geld irgendwann ebenfalls erschöpft sind. So scheitert das Ganze dann manchmal wirklich einfach daran, dass wir die Umwelt nicht kontrollieren können, dass man "für den Hund" nicht umziehen mag oder kann und dass man sich nicht vorstellen kann, dass man die nächsten zehn Jahre nach einem Haustier richtet.

Vielleicht würde dieser Hund gute Fortschritte erzielen und könnte irgendwann sogar in städtischer Umgebung zurecht kommen. Aber Aufwand und Machbarkeit von dauerhaftem Training und meist immenser Lernleistung des ja manchmal gänzlich unerfahrenen Menschen können im Einzelfall unmöglich werden. 

Da es aber aktuell eine regelrechte Rückgabewelle gibt und die vermittelnden Orgas in aller Regel nicht in der Lage sind, eine geeignete Alternative für einen gekauften, äh adoptierten Hund zu finden, gibt es meist gar nicht mehr so viele andere Optionen, als weiter zu machen und irgendwie klar zu kommen. Dann hört auch endlich mal das Gejammere auf, wer denn jetzt eigentlich verantwortlich dafür ist, dass man in so eine Situation mit SO einem Hund geraten ist. Das ist man nämlich selbst.

Das kann auch eine Chance sein und ist oft die einzige des betreffenden Hundes. Und- auch das muss unbedingt gesagt werden- nicht jede:r Hundetrainer:in hat bereits fundiertes Wissen zu Herdenschutzhunden und deren Mischungen oder generell auch zu Hunde aus dem Tierschutz. Es ist nicht so, dass es für jeden Hundetyp unbedingt Spezialisten braucht. Aber ich habe es leider schon oft erlebt, dass falsche Beratung und Fehleinschätzungen zu noch größeren Problemen geführt haben. 

 

Es lohnt sich also in jedem Fall und ganz grundsätzlich, stets eine zweite oder dritte Meinung einzuholen. Besonders, wenn es um Verhaltensweisen geht, die vielleicht nicht nur auf Erziehungsfehler oder blöde Erfahrungen zurückzuführen sind. Das soll kein Freispruch sein, denn meistens kommt eins zum anderen und es wäre fatal sich darauf auszuruhen, dass "das halt ein Herdenschutzhund ist" und einfach so weiter zu machen, wie bisher. Auch das habe ich schon gehört und erlebt und es hat selten gut geendet. 

Aber nicht jede Hundeschule, die ansonsten tolle Arbeit macht, ist die geeignete Anlaufstelle für jeden Hundetyp und jedes Problem.  

Fazit

  • Nicht jeder Herdenschutzhund ist ein Problemhund.
  • Es gibt nicht "den" Herdenschutzhund. Dieser Hundetyp wurde in verschiedenen Teilen der Welt gezüchtet und eingesetzt. Bis heute.
  • Probleme mit Herdenschutzhunden entstehen meist aufgrund unpassender Lebensumstände und Haltungsfehlern
  • Herdenschutzhunde haben häufig eine große Individualdistanz, kommunizieren sehr fein und sind sehr sensibel, dabei aber körperlich extrem robust.
  • Herdenschutzhunde wurden vom Mensch dafür gezüchtet selbständig und sehr effektiv die Sicherheit von Nutztier-Herden , aber auch Haus, Hof und Familie zu gewährleisten. Daraus resultiert die Loyalität, Toleranz, Geduld und Treue gegenüber vertrauten Bezugspersonen und auch anderen mitwohnenden Tierarten und die ausgeprägte Abneigung gegenüber allem, was fremd ist und sich den oben genannten "Schutzbefohlenen" (Ressourcen) nähert.
  • Problematisch ist oftmals, dass städtische Umgebung und unser moderner Lebenswandel der Veranlagung dieses Hundetyps entgegen stehen. Dies kann dazu führen, dass viele Bedürfnisse dieser Hunde regelmäßig übergangen werden (müssen) und aus dem dauernden Überregulieren-Müssen der besonderen Fähigkeiten und Eigenschaften chronischer Stress und/oder Aggressivität entstehen.
  • Viele dieser Hundetypen tun einfach das, wofür sie gezüchtet und jahrhundertelang eingesetzt wurden und zeigen keinerlei unnatürliches oder gestörtes Verhalten. Wir empfinden es als "Problem" weil es nicht in unsere europäische, moderne Welt passt und gesellschaftlich untragbar ist.
  • Mischlinge mit Herdenschutzhundanteilen können besondere Anforderungen an ihre Haltung und den Umgang stellen, da gegeneinanderstehende Bedürfnisse miteinander konkurrieren können oder verschiedene Funktionskreise (z.B. Wachen, Verteidigen (Herdenschutzhund) & Packen, Töten (Jagdhund)) ineinander greifen und daraus brisante Mischungen entstehen. (Achtung: Sehr oberflächliche Erklärung zum einfachen Verständnis). Dies gilt nicht nur für Mischlinge aus Herdenschutzhunden, sondern kann generell eine Bereicherung oder eine Herausforderung bei Verpaarungen bestimmter Rassen oder Hundetypen sein.
  • Tierheime, Auffangstationen und Pflegestellen, die außerdem noch Erfahrung und Kompetenz in der Haltung von Herdenschutzhunden haben, sind überwiegend überfüllt oder haben den Aufnahmestopp ausgerufen. Die Abgabe "guten Gewissens" in ein "passendes Zuhause" eines solchen Hundes ist oftmals schwierig bis unmöglich. 
  • Einschätzungen und Trainingsmaßnahmen besonders bei diesen Hundetypen immer durch mindestens eine zweite Meinung bestätigen oder ergänzen lassen. Prognosen sind oftmals falsch und Trainingsmaßnahmen oft vom "klassischen Hundetraining" abgeleitet und führen häufig zu einer Verschlechterung.
  • Lebensumstände, Haltungsbedingungen und die (un-) realistische Erwartungshaltung der Hundehalter:in haben einen maßgeblichen Einfluss auf eine Verbesserung der Gesamtsituation und darauf, als wie problematisch die Haltung des Hundes empfunden wird.
  • Das Leben mit einem Herdenschutzhund oder einem Mix kann ganz wundervoll sein und es müssen gar keine Probleme entstehen. Meist sollte man sich aber an den Gedanken gewöhnen, dass es sich um Hunde handelt, die eher nicht so gerne dauernd neue Kontakte knüpfen und Hallo sagen wollen, sondern wert auf feste Hundefreundschaften legen, die sich in einer ruhigeren, übersichtlichen Umgebung wohler fühlen und die spätestens im Erwachsenenalter sehr genau differenzieren, wer zum Inner Circle gehört und wer nicht. Es sind Hunde, die Ressourcen sehr wichtig finden. Dazu gehört das eigene Lebensumfeld und jeder, der darin wohnt. Oftmals sind es sanfte, liebevolle und treuherzige Begleiter. Nur halt eben eher nicht in der Stadt mit den typischen Begleiterscheinungen.

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