Wissenswertes Hundekrankheiten

Zecken beim Hund

Panik oder unterschätzte Gefahr?

Die Zeckenzeit hat schon lange begonnen und mancher Vierbeiner entwickelt sich trotz aller Maßnahmen gegen den unbeliebten Parasiten regelrecht zu einem Mutterschiff für Zecken.

Doch was tun? Hunde mit Spot-ons überschütten? Alternative Methoden ausprobieren, die Zecken abwehren und bis zum Ende des Experiments täglich Zecken zählen? Impfen? Kann man das überhaupt?

Wie groß ist das tatsächliche Risiko, dass unser Hund durch Zecken erkrankt und wie entfernt man die Biester überhaupt?

Fragen über Fragen! Deswegen widme ich die nächsten Blogbeiträge dem "Zeckenthema" und hoffe, ein wenig zur Aufklärung beitragen zu können.

Über Lifestyle, Vorlieben und Hobbies der Zecke

Zecke, Milbe, Saugvorgang, Zeckenbiss
Quell: luise / pixelio.de

Zecken heißen auf "schlau", also lateinisch, "Ixodidae" und gehören zu den Milbentierchen. Diese wiederum werden der Klasse der Spinnentiere zugeordnet.

Das erkennt man auch daran, dass Zecken, genauso wie Spinnen 8 Beine haben. Jedenfalls wachsen ihnen, zusätzlich zu den im Larvenstadium vorhandenen 6 Beinchen, noch 2 weitere.

Mittlerweile sind mehr als 900 Zeckenarten bekannt.

Zecken ritzen mit ihren kleinen Beißwerkzeugen meist eine Wunde in die Haut und saugen das Blut dann mit einer Art Rüssel auf. Wenn man es genau nimmt, müsste man den Zeckenbiss eigentlich Zeckenstich nennen. Auf diesem "Rüssel" sind oft kleine Zähne ausgebildet, die wie Widerhaken aussehen.

Manche Zecken halten sich während des Saugvorgangs mit ihren Mundwerkzeugen fest, andere wiederum kleben sich mit einem kittartigen Speichel selbst an der Wunde fest.

der Saugvorgang selbst kann, je nach Zeckenart, einige Minuten oder sogar Tage und Wochen dauern. Viele Zecken nehmen währenddessen ein Vielfaches an Körpervolumen zu. Manche Zecken "dehnen" sich nur, bei anderen findet während des Saugens auch ein richtiger Wachstumsvorgang statt.

Und Achtung: Weibliche Zecken können eine Größe von bis zu 3 cm!!! erreichen. Wow.

Zeckenbefall, Zecken,
Jarmila Zahradka / pixelio.de

Während des Saugens sondert die Zecke Speichel ab. Dieser soll das Blut schön flüssig halten und verhindern, dass Blutplättchen zusammenkleben und die Wunde gerinnt. Denn sonst würde die "Quelle" versiegen. Auch die Entzündungsreaktion wird gehemmnt.

Ein weiterer Trick der Natur ist die schmerzstillende Wirkung des Zeckenspeichels, welcher verhindert, dass selbst wehleidige Hunde selten sofort durchdrehen, wenn sie von einer Zecke "gestochen" werden. Mit dem Speichel werden neben diesen "praktischen" Enzymen jedoch auch Viren und Bakterien übertragen. Das macht die Zecke zu einem ungebetenen Gast im Hundefell.

Wo leben Zecken?

Zecken kommen weltweit und überall dort vor, wo auch ihre Wirte leben. Die meisten Zecken haben "Lieblingswirte", nehmen in der Not aber auch mit einem anderen Wirt vorlieb. Viele Zecken sind nach ihren Lieblingswirten benannt. So gibt es beispielsweise die Vogelzecke, die Igelzecke, die Fuchszecke, die Schafszecke, die braune Hundezecke usw. Diese ist übrigens die weltweit verbreitetste Art und geht auch gerne mal auf den Menschen über. Auch die Schildzecke und die Auwaldzecke leben in Deutschland. Die Schildzecke liebt den Menschen, deswegen hat sie vermutlich einen diskreteren Namen erhalten und wurde nach ihrem "Schild" benannt.

In Deutschland sind insgesamt etwa um die 20 verschiedenen Zeckenarten verbreitet und bekannt. 

Insgesamt mögen Zecken es nicht, wenn es saukalt ist oder knallheiß. Manche Zecken mögen es gerne etwas feuchter und mild.

Von einer Zeckensaison kann man immer weniger sprechen. Einige Zecken werden ab einer Temperatur von ca. 10 Grad aktiv. Manche aber bereits früher. Milde Winter führen auch dazu, dass man das ganze Jahr über Zecken am Hund findet.

Wie jagen Zecken?

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Der Tennisball und die Zähne

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Veröffentlicht am 20. Dezember 2012 in Underwater Dogs Fotografie – ein Moment der Wildheit

Tennisbälle sind toll. Jedenfalls erstmal. Oberflächlich betrachtet. Aber oberflächlich fügen sie den Zähnen des Hundes auch schnell erheblichen Schaden zu. 

Die filzige Oberfläche der Tennisbälle wirkt auf den Zahnschmelz des Hundes wie Schmirgelpapier. Je freudiger der Hund auf seiner Beute herumkaut, desto mehr führt jedes Bällchenspiel zu einem Abrieb des Zahnschmelzes. Nicht selten liegen früher oder später sogar stellenweise Zahnnerven frei, was zu erheblichen Schmerzen führt. Aber auch Hunde, die ihren Tennisball "nur" tragen, leiden unter der regelmäßigen Schmiergelpapierbehandlung.

Fatal dabei, dass auch die Spielbälle, die in den Hundezubehörgeschäften verkauft werden, die gleiche, schädliche Oberfläche haben. 

Alternativen zum Tennisball

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Spielzeuge von Kong gibt es in allen erdenklichen Formen

Spielwütige Hunde und solche, die gerne auf Bällen herum "knatschen" kann man andere Bälle anbieten, die eine glatte, zahnfreundliche Oberfläche haben. Ich empfehle beispielsweise die Spielzeuge von Kong. 

Diese gibt es in verschiedenen Formen, sie sind aus Naturkautschuk hergestellt und vermeiden so das schädigende Abschmirgeln des Zahnschmelzes. 

Auch von Ruffwear gibt es verschiedene Spielzeuge und Apportel, die die Zähne des Hundes schonen und vielseitig einsetzbar sind.

Viel Spaß beim Spielen und Toben!

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Kann sich mein Hund bei mir anstecken?

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Erkältungszeit. Erst das Kind krank, dann der Hund erkältet. Geht das? Influenzaviren des Menschen und des Hundes unterscheiden sich voneinander. Deshalb ist das Ansteckungsrisiko zwischen Hund und Mensch eher als gering einzuschätzen. Dagegen können sich Hunde untereinander sehr wohl anstecken. Dennoch berichten Patienten häufig davon, dass die gesamte Familie inklusive des Hundes erkältet war. Eine Ansteckung oder Schwächung des Immunsystems ist also nicht ganz auszuschließen. In aller Regel gilt ein erkälteter Hund jedoch keinesfalls als "ansteckend". Er darf also ruhig gekuschelt werden und ich würde behaupten, dass es auch im Fall einer "Menschenerkältung" gut tut, wenn der Vierbeiner Gesellschaft leistet.

 

Symptome einer Erkältung beim Hund

  • laufende Nase & Niesen,
  • Würgen und Husten,
  • Nasenbluten,
  • Der Hund atmet durch den Mund, obwohl er sich nicht angestrengt hat,
  • Körpertemperatur über 39,7 Grad
  • Augenreiben

Ursachen für die Symptome

Wenn Sie einige der oben genannten Symptome bei Ihrem Hund beobachten, kann er tatsächlich erkältet sein. Bei uns Menschen ist eine Erkältung meist unproblematisch. Sollte Ihr Hund die Symptome länger als zwei bis drei Tage zeigen, sollten Sie unbedingt zu einem Tierarzt gehen. Entzündete Augen gelten bei Hunden als Notfall und sollten sofort einem Tierarzt vorgestellt werden. Ebenso eine blutende Nase.

Andere Ursachen für vermeintliche Erkältungssymptome beim Hund

  • Aufregung: Manchen Hunden läuft bei großer Nervosität die Nase. Hat der Hund sich wieder beruhigt, sollte auch die Nase wieder aufhören zu laufen. Dennoch ist natürlich auch das Naselaufen aus Nervosität ein deutliches Warnzeichen für großen Stress Ihres Hundes.
  • Reizungen: Dies können Putzmittel, Abgase, Parfums, Zigarettenqualm, Duftkerzen oder -sprays und sogar neue Einrichtungsgegenstände sein. Setzen Sie die empfindliche Nase Ihres Hundes nicht zu häufig solchen Reizen aus, da dies über die akute Reizung hinaus auch zu Allergien führen kann.
  • Infektionen: Auch andere Infektionen als das Influenzavirus können Erkältungssymptome auslösen, wie beispielsweise Parasiten, Pilze, Bakterien oder andere Viren.
  • Allergien: Auch Ihr Hund kann "Heuschnupfen" haben. Es wird geschätzt, dass etwa 20 % der Hundepopulation unter Allergien leiden. 
  • Tumoren.
  • Fremdkörper: Besonders im Spätsommer verirren sich manchmal Grannen in die Nasenschleimhäute oder Augen und Ohren. Da Hunde auf diese Reizung meist neben den Schnupfensymptomen auch mit Kratzen reagieren und sich das Gewebe schwer entzünden kann, sollten Sie bei Verdacht auf einen Fremdkörper immer zum Tierarzt gehen.
  • Wegener Granulomatose: Bei dieser Erkrankung sind die Blutgefäße entzündet. Meist zeigen sich bei dieser seltenen Erkrankung auch Schnupfensymptome.

 

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