Philosophie & Arbeitsweise

Philosophie von RehabiliTiere Hundeschule & Tierheilpraxis

Mit der Anschaffung eines Hundes machen wir uns ein Lebewesen vertraut, das eigene Bedürfnisse und Ansprüche hat, die sich teilweise stark von unseren unterscheiden. Diese gilt es, auch im Rahmen des Tierschutzgedankens, in Fragen der Haltungsbedingungen, Erziehung, Ernährungsform und medizinischen Behandlung immer wieder zu reflektieren.

 

Einerseits möchten wir unserem geliebten Vierbeiner ein möglichst erfülltes Hundeleben bieten, andererseits ist es unsere Pflicht, für seine Sicherheit zu sorgen und auf unsere Umwelt Rücksicht zu nehmen. Dies bedeutet auch Grenzen aufzuzeigen und einzuhalten / für alle Beteiligten. Dazu kommen unsere eigenen Erwartungen an den "besten Freund des Menschen", denn auch wir haben Bedürfnisse, Wünsche und meist eine sehr genaue Vorstellung vom "Alltag mit Hund".

 

So finden wir nicht, dass ein Hund nur dazu dienen sollte, unser eigenes Leben durch seine bloße Anwesenheit zu bereichern. Eine wirklich harmonische Hund-Mensch-Beziehung kann sich nur entwickeln, indem auch wir unseren Teil dazu beitragen und für unseren Hund ein verlässlicher, fairer Partner, im Zweifel auch Rudelführer, sind. Grundvoraussetzung für einen ausgeglichenen Hund ist eine regelmäßige physische und psychische Auslastung, sowie liebevoller Familienanschluss und Kontakt zu Artgenossen. Dazu kommen noch individuelle Ansprüche der jeweiligen Rasse und die Persönlichkeit eines Hundes.

 

Das sind schon ziemlich viele Anforderungen, denen wir unter Umständen, mindestens ein Jahrzehnt oder länger, täglich gerecht werden möchten.

 

Wenn unser Hund an unserem Leben partizipiert und alles bekommt, was er zu einem erfüllten und möglichst artgerechten Hundeleben braucht, kann er zu einem treuen Freund und Partner werden / zu einem Familienmitglied oder sogar Familienersatz.

 

Hunde sind unglaublich flexible Säugetiere. Trotzdem ist auch ihre Anpassungsfähigkeit irgendwann erschöpft und es können sich Verhaltensauffälligkeiten entwickeln. Die Ursachen dafür sind vielfältig und nicht immer offensichtlich oder bewusst durch den Halter herbeigeführt. Und nicht immer handelt es sich tatsächlich um eine Verhaltensauffälligkeit im eigentlichen Sinne, sondern das arttypische Verhalten des Hundes stellt im Alltag eine Herausforderung dar. Darüber hinaus können bei Verhaltensproblemen oder einem psychischen Leidensdruck des Hundes auch organische Ursachen eine Rolle spielen, welche durch eine reine Verhaltenstherapie nicht gelöst werden können.

Arbeitsweise von RehabiliTiere als Hundetrainer und Tierheilpraktiker

Das Training mit Ihnen und Ihrem Hund orientiert sich an den bisherigen Erkenntnissen der Tierverhaltensbiologie und unterscheidet sich deshalb teilweise von der Vorgehensweise des "klassischen Hundetrainings", ermöglicht aber auch eine gründliche Ursachenforschung bei Problemverhalten und einen sehr differenzierten und individuellen Übungsaufbau.

 

Während des Trainings werden auch Sie in Ihrem Verhalten und Umgang mit Körpersprache, Stimme und "Stimmung" gecoacht, um von Ihrem Hund als ein souveräner, fairer und zuverlässiger "Partner" wahrgenommen zu werden.

Dabei spielen auch Erkenntnisse der Resonanzforschung und der Wirkung unterschiedlicher Energieniveaus eine Rolle.

 

Das 1:1-Training ist die bewährte Methode, um individuell und effizient, sowie zielgerichtet, bei bestimmtem Problemverhalten langfristige Erfolge zu verzeichnen.

 

Die Arbeit in Gruppen stellt noch einmal andere Herausforderungen an Hund und Mensch. Sie müssen sich als Team, trotz Ablenkung, aufeinander konzentrieren und stehen gleichzeitig in Kommunikation mit allen anderen Teilnehmern.

Da wir finden, dass das ständige Wiederholen von Grundkommandos langweilig ist und nicht unbedingt zu einem besser erzogenen Hund führt, fließen in die Übungen zum Grundgehorsam auch immer wieder Spieleinheiten und Entspannungsphasen ein. Schließlich soll die Arbeit uns und den Fellnasen bei aller Ernsthaftigkeit auch Spaß machen.

In allen Gruppenstunden legen wir besonderen Wert auf das gegenseitige Verständnis der Körpersprache und das "Lesenlernen" sowohl des eigenen als auch fremder Hunde. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in einem Grunderziehungskurs Nasenspiele üben und Ihr Hund so über die "Hintertür" geduldiges Warten lernt ;-)

 

Womit wir zum Thema der Motivation und Strafe kommen.

Die Reinform des Lobes in einer ausbalancierten Hund-Mensch-Beziehung variiert nur minimal und basiert meist auf einer sehr kurzen, aber punktgenauen, oft nonverbalen Bestätigung des erwünschten Verhaltens. Bis dahin ist es meist ein langer Weg und wir glauben, dass man bis dahin gerne die Möglichkeiten von Leckerlies, Markersignalen (z.B. Clickern), Berührungen, Spieleinheiten und einer sehr positiven Lob-Stimme usw. nutzen kann.

Trotzdem möchten wir an dieser Stelle betonen, dass unser Ziel ist, Sie und Ihren Hund dahin zu bringen, dass Sie auch völlig unvorbereitet, ohne Leckerlies, Leine, Pfeifen, Clicker, usw., einen unfallfreien und entspannten Spaziergang absolvieren können.

 

Strafe ist in unserer heutigen Gesellschaft sehr negativ besetzt, teilweise zu Recht, und auch wir lehnen Gewalt, körperliche Züchtigung, Schläge, Anbrüllen und andere entwürdigende oder sogar schmerzhafte Maßnahmen im Umgang mit Lebewesen ab.

Nichtsdestotrotz bekennen wir uns jedoch zu einer Erziehungsweise, die an das Verhalten von Hunden untereinander "angelehnt" ist. Sprich: Um Ihrem Hund mitzuteilen, dass sein momentanes Verhalten grade nicht erwünscht ist, kann es durchaus effektiver sein, ihn kurz und sanft (!) anzustupsen, als das Verhalten zu ignorieren. Auch fällt es durchaus in das normale Verhaltensrepertoire von Hunden, sich zu berühren. Also einen kurzen und angemessenen "Impuls" zu setzen.

Jedoch möchten wir betonen, dass es sich dabei nie um Gewalt oder grobes Verhalten gegenüber dem Tier handeln darf, ebenso wenig dürfen oder müssen wir unseren Hund anbrüllen.

Die aus dem "klassischen Hundetraining" entstandene Arbeitsweise mit verbalen Kommandos und allenfalls dazugehörigen Handzeichen orientiert sich mehr an der menschlichen Kommunikationsweise und weniger an der von Hunden. Deshalb versuchen wir diese teilweise zu ersetzen oder zu ergänzen, um so eine praktikable "Kommunikationsbrücke" zwischen Hund und Mensch zu schlagen.

 

Hilfsmittel, die das Wesen des Hundes missachten, seiner Unterdrückung dienen oder sogar Schmerzen verursachen, lehnen wir kategorisch ab. Die Anwendung von Teletakt, Stachelhalsband, Würger, Druck-Zug-Geschirr usw. ist tierschutzrelevant und kann zu einer Anzeige führen. Auch ein Kopfhalfter (Halti) oder Sprühhalsband löst ein Verhaltensproblem, wenn überhaupt, nur kurzfristig und stellt ohne entsprechendes Training und nachhaltiges Ausschleichen dieses Hilfsmittels keine Lösung dar.

 

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es nicht den einen Weg gibt, das eine Konzept oder die Erkenntnis schlechthin. Tiere lehren uns immer wieder Dinge von denen wir bisher nichts geahnt haben, und sie sind alle neben ihren Eigenschaften als Tier, Hund und Rasse auch individuelle Persönlichkeiten / so wie ihre Halter. Ungewöhnliche Probleme erfordern unkonventionelle Lösungen. Deswegen wundern Sie sich bitte nicht, wenn wir Ihnen zu einem bestimmten Thema Übungen zeigen und Ratschläge geben, die sich von denen, die wir mit einem anderen Hundehalter erarbeitet haben, womöglich unterscheiden.

 

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich Ihnen unsere Arbeitsauffassung und -weise näher bringen konnte.

Mein Team und ich freuen uns, Sie und Ihren Hund bei RehabiliTiere begrüßen zu dürfen.

 

Herzliche Grüße,

 

Mela Hirse

Hundetraining & Tierheilpraxis

Kontakt

 

0176-3210 86 96

Hundeschule

An unseren üblichen Trainingsorten, bei Ihnen zu Hause, in Problembereichen, in der Praxis.

 

Guerilla Hunde- Training quer durch Frankfurt

Praxis

 Physiotherapie-Zentrum für Hunde 

Flinschstr. 51,

60388 Frankfurt am Main

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